ERNTEBERICHTE

ERNTE 2019

Auf das sehr warme Jahr 2018 folgte 2019 ein eher kühles und feuchtes Frühjahr, sodass der Boden wieder ausreichend Wasser aufnehmen konnte und der Austrieb durchschnittlich Mitte April terminiert war.

Ab Juni nahm der Sommer dann aber richtig Fahrt auf und es wurden an ein paar Tagen in Folge Temperaturen an die 40° C gemessen, die erhebliche Sonnenbrandschäden an den Trauben verursachten. Lokal hatten wir dann zweimal Hagelschauer, sodass wir insgesamt ca. 30 % der Erntemenge verloren haben. Glücklicherweise war es im Anschluss wieder längere Zeit trocken, sodass die verletzten Beeren eingetrocknet sind und wir sie durch sorgfältige Handlese eliminieren konnten. Trotz aller Widrigkeiten der Natur konnten wir durch strenge Selektion aus optimalem Lesegut Weine keltern, wie wir sie uns wünschen: animierende harmonische Säure bei moderaten Zucker- und damit Alkoholgehalten. Nur die kleine Erntemenge trübt etwas das positive Ergebnis des Jahrgangs.

 

ERNTE 2018

Was ein Jahr. Ohne wieder den Begriff Jahrhundertjahrgang strapazieren zu wollen, war 2018 doch ein sehr außergewöhnliches Jahr.

Ein normaler Austriebszeitpunkt ließ ein normales Jahr erwarten ohne die Frostgefahr des Jahres zuvor. Dann aber war es ab Mai in jedem Monat zu warm und eigentlich auch zu trocken, sodass die Rebentwicklung turbomäßig voranschritt. Mitte des Sommers kamen die  Erinnerungen an 2003 auf mit der Befürchtung, wieder ähnlich schwere und säurearme Weine zu ernten, die dem Zeitgeist völlig widersprechen.

Mit diesem Hintergrund begannen wir dann auch schon am 27. August mit der Lese und konnten gleich in der ersten Lesewoche schon unsere Großen Gewächse vom Grau- und Spätburgunder reif, aber dennoch moderat im Alkohol ernten. Auch die restlichen Burgunder konnten aufgrund des überragenden Gesundheitszustandes schnell von unserer fleißigen Erntemannschaft eingebracht werden, sodass wir bei allen Weinen im erfreulichen Alkoholbereich zwischen 12 und 13,5 liegen (beim Gutedel sogar 10,5!)

Zu erwartende Qualitätseinbußen aufgrund der Trockenheit wurden alleine schon durch die völlig unerwartete Erntemenge, was für eine gute Wasserversorgung spricht,  sowie durch erste Verkostungen der Jungweine absolut widerlegt. Dies zeigt, dass die Rebe als Tiefwurzler vorallem in unseren tiefgründigen Kalkböden am Schwarzwaldrand eine doch sehr begünstigte Pflanze ist.

Die Weine machen jetzt schon sehr viel Spaß und werden auch Sie in den nächsten Jahren begeistern.

 

ERNTE 2017

Nachdem der Februar und März schon erste Frühlingssignale sendete und dadurch Ende März schon die ersten kleinen Blätter sichtbar waren, zerstörte am 19. und 20. April Nachtfrost ca. 70% der jungen Triebe.

Durch den anschließenden zweiten Austrieb konnte zumindest ein teilweiser Ausgleich geschaffen werden, sodass wir mit einer Erntemenge von etwa 2/3 zum langjährigen Durchschnittsertrag mit einem blauen Auge davon gekommen sind.

Dann folgte ein Bilderbuchsommer mit langen trockenen Abschnitten, der die Traubenentwicklung unheimlich förderte.

Mit dem Lesebeginn am 04. September waren wir früh wie noch nie und ab der zweiten Lesewoche stellte sich dann auch ideales Erntewetter ein: tagsüber 20°C und trocken und kühle Nächte.

Durch immensen Selektieraufwand der Trauben in mehreren Durchgängen durch unsere erfahrenen Erntehelfer konnten wir reife Trauben ernten.

Und diese Arbeit scheint sich gelohnt zu haben. Erste Jungweinproben versöhnen, geben sogar Anlass zur Euphorie. Tolle Frucht, druckvolle Leichtigkeit und eine lebendige, aber reife Säure lassen tolle Weine erwarten.

 

ERNTE 2016

Nach dem sehr trockenen und warmen Jahrgang 2015 hat uns die Natur dieses Jahr mal wieder gezeigt, dass die Arbeit in und mit ihr kein Wunschkonzert ist.

Eine sehr feuchte erste Jahreshälfte sorgte schon vor und während der Blüte für einen enormen Pilzdruck, dem mit unserer biologischen Bewirtschaftung nur schwer zu begegnen war. So waren  auch schon früh Ausfälle in vielen Rebstücke zu erkennen und die Unsicherheit über die weitere Witterung hielt uns in Atem.Doch nachdem bis Jahresmitte bereits die gesamte Regenmenge vom Vorjahr schon gefallen war, kam es zu einem Wetterumschwung und es regnete bis September fast gar nicht mehr. Dies hat sowohl quantitativ, als auch qualitativ den Jahrgang gerettet.

Herrlich frische Weißweine und unheimlich dichte Rote ergänzen den Vorgängerjahrgang ideal.

 

ERNTE 2015

Eigentlich begann der Jahrgang ganz unauffällig. Normal terminierter Austrieb, feuchtes lauwarmes Frühjahr.
Doch der Sommer wird wohl als einer der wärmsten und vor allem trockensten in die Laufener Annalen eingehen.
Glücklicherweise waren die Nächte im August und September dann doch wieder etwas kühler und auch ein paar Gewitterschauer sorgten für ein paar Liter Augustregen, sodass zumindest die etwas älteren Reben keinerlei Wachstumsdefizite zeigten.
Und die Weine? Obwohl analytisch etwas kräftiger bestechen sie durch enormen Trinkfluß und hohen Spaßfaktor. Dies zeigt, dass die Natur auch vermeintlich schwierigere Voraussetzungen oftmals kompensiert und ihren Früchten den für uns größten Nutzen und Vorteil mitgibt.